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Bayernstürmer Paulo Sergio ein Sektenmitglied?

Die letzten Wochen und Monaten werden dem ein oder anderen Leser bestimmt die TV-Spots, Plakate, Anzeigen und Zeitungsbeilagen der sogenannten "Kraft zum Leben"-Kampange aufgefallen sein. Prominente deutsche Personen wie z.B. Golfprofi Bernhard, Sänger Cliff Richard, Kunstspringerin Brita Baldus, aber auch Bayernprofi Paulo Sergio haben ihre Person und ihren guten Namen ganz in das Zeichen dieser Kampagne gestellt. Das offengründige Ziel dieser Kampagne ist es angeblich den Menschen den Glauben an Gott näher zu bringen. An sich ja nicht schlimmes, ein kleiner gebührenpflichtiger Telefonanruf bei einer 0180 Nummer und schon flattert einem völlig kostenlos in den kommenden Wochen ein 134 Seiten starkes Büchlein in den Briefkasten. Laut Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen: "Ein unbedenkliches Buch, das lediglich dazu einlädt sich näher mit dem christlichen Glauben zu befassen". 

Sorgen machen einem allerdings die Hintermänner dieser grosszügigen Spende. Fast 5 Millionen Euro soll diese uneigennützige Gotteswerbung insgesamt kosten. Warum aber ist es so schwer zu erfahren wer dahinter steckt? Am Telefon selbst sind die Angestellten zu keiner Information über ihre Organisation bereit. Auch die auf einem Teil der Anzeigen angegebene Postfachadresse lässt darauf schliessen das man lieber anonym bleiben will. Doch ausführliche Recherche von Journalisten lüfteten das Geheimnis um die Urheber. Dahinter steckt niemand geringerer als die Arthur S. De Moss Stiftung, mit Hauptsitz in Palm Beach, Florida USA. Eine sowohl in den USA als auch in Europa hoch kritisierte Organisation! Rob Boston von der Bürgerrechtsorganisation American United for Seperation of Church and State bezeichnete die Stiftung unlängst als "intolerant, dogmatisch und fundamentalistisch". Es sei bekannt das sie Gruppen und Vereinigungen unterstütze die weitab rechts von der Mitte zu finden seien. 

Die De Moss-Stiftung trete weiterhin dafür ein Homosexualität als Verbrechen zu brandmarken, das sogar die Todesstrafe nach sich ziehen kann. Ausserdem sei sie gegen die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, gegen Abtreibung und vorehelichen Geschlechtsverkehr. Doch nicht nur in ihrem Heimatland hat die De Moss-Stiftung mit berechtigter Kritik zu kämpfen. Inzwischen mehren sich auch die Kritiker in Deutschland.

Die Stelle Werbung der Landesmedienanstalten in Kassel prüft zur Zeit ob der bisher im Fernsehen gezeigte "Kraft zum Leben" Werbespot nicht gesetzeswidrig ist. Laut deutschem Gesetz ist nämlich Werbung mit religiösen und weltanschaulichen Inhalten verboten. Bayernprofi Paulo Sergio gab inzwischen zu verstehen "Ich habe das Buch nur unterstützt, um die Botschaft von Jesus Christus wiederzugeben. Die Ziele der Stiftung kenne ich nicht". Eine Aussage die man dem 32 jährigen Brasilianer durchaus glauben kann, wenn mal alle Fakten kennt. Der ehemalige Leverkusener Stürmer hat schon in seinem Zeiten beim Werksteam die eine oder andere christliche Organisation unentgeltlich unterstützt. Hier sei als Beispiel die Marburger Blätter-Mission genannt, diese wiederum gehört zum Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband. Also alles andere als eine radikal-christliche Gruppierung.

Bleibt nur zu fragen ob sich ein Fussballprofi heutzutage nicht mehr Gedanken darüber machen sollte für wen er mit seiner Person und seinem guten Namen wirbt? Auch wenn Sergio für seine Werbung kein Geld bekommen hat, so kann man doch wenigstens erwarten das er sich vorher eingehend darüber informiert für wen oder für was genau er da werben soll! Seine jetzige Aussage klingt ein wenig naiv, sie ist ein Statement das man eventuell von einem jungen Fussballprofi der gestern noch in der A-Jugend kickte erwarten kann, aber nicht von einem 32 Jahre alten Mann der obendrein noch bei Bayern Münchens Uli Hoeness, dem Wächter der Moral schlechthin, unter Vertrag steht. Immerhin etwas Gutes hat die Sache ja dann doch. Sergios Vertrag läuft am Ende der Saison aus und so ist er jetzt wenigstens mal wieder im Gespräch. 

(von unserem Hollywood Reporter Fussballgott2, veröffentlicht am 11.Januar 2002)

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